REISE Samstag, 10 August 2013 13/08/201313/08/2013 La Spiaggia delle Donne Rassegna Stampa Rimini: Charmant wie eh und je Der Badeort an der Adria bietet Urlaubern immer noch alles, was sie von einem italienischen Urlaubsziel erwarten Von Doris Löw Sie ist lang, die „Notte Rossa“, die rosarote Nacht. Genauer gesagt zieht sie sichüber 110 Kilometer die italienische Nordostküste entlang. Wennsichjedes Jahr aneinemSommer-Wochenende Rimini und die Badeparadiese oberhalb und unterhalb des Küstenortes in der Emilia-Romagna in Pink hüllen, dann wird gefeiert – der Sommer, der Urlaub und das Leben an sich. Dass der Spagat zwischender Urlaubstradition der 1950er Jahre und dem Partyvolk von heute geglückt ist, beweisen die Gäste: Das Publikum ist zwischen sechs und sechzig Jahre alt, vornehmlich aus Deutschland und hat zum Teil schon in den Nachkriegsjahren hier das Meer genossen. Kilometerlange Strandabschnitte, fein säuberlich in Strandbäder eingeteilt, reihen sich heute hinter der Uferpromenade in Rimini und im unmittelbar anschließenden Riccione. Fast jeder Betreiber bietet hier nebenSchirmenundLiegestühlen auch eigene Aktionen an: Wie wär’s zum Beispiel mit einem kostenlosen Wellnesstraining? Bis Ende August bieten insgesamt zwölf Strandbäder frei zugängliche Yogakurse, Tai-Chi, Pilates oder alles rund um Bioenergetik an. Wer’s lieber praktisch mag, kann einen Brotbackkurs machen: Fürs gelungene „Ricetta Originale“ stellen die Veranstalter in ihrem Strandbad La Spiaggia delle Donne ihren Backschülern im Bikini sogar ein Zertifikat über den Piadina-Kochkurs aus. Sonne satt ist garantiert bei knappen 30 Grad, leichter Brise vomMeer undlaut Statistikgerade mal vier Regentagen im RiminiSommer. Nicht zuletzt dank der Geschichte kommt auch die Kultur hier nicht zu kurz. Meisterwerke aus römischer Zeit und der Renaissance finden sich entlang der Küste ebenso wie etwa ein FelliniMuseum, Luftfahrtmuseum oder Motorradmuseumin Rimini. Wenngleich es den kulturinteressierten Touristen im RiminiSommer wohl gerne auch ins Hinterland der Emilia-Romagna locken dürfte. Mittelalterliche Dörfer mit ihren Kirchen und Burgen, dazu idyllisch gelegene Restaurants und Landgasthöfe in alten Gemäuern – klar, dass hier keiner dem Rotwein und der hausgemachten Pasta oder demBio-Käse vomBauern nebenan widerstehen kann. Auch Balsamico, Schinken und Parmesan sind hier zu Hause. Nicht umsonst kommen jedes Jahr 1,5 MillionenTouristennachRimini; die Stadt, die selbst „nur“ um die 140 000 Einwohner beheimatet, kann mit der Region 80 000 Hotelbetten anbieten. Lebendig wird die Zeit der Renaissance dannbei der Fahrt durch das Marecchiatal im Hinterland von Rimini. Keine 15 Kilometer und man tauscht den Meerblick ein gegen eine grüne Hügellandschaft, die schon die Maler der Renaissance als Hintergrund für ihre Porträtgemälde auf die Leinwand gebracht haben. So soll auch Leonardo da Vincis „Mona Lisa“ diese Region imHintergrund zeigen. Aktiv werden: An zwölf Strandbädern in Rimini und Riccione gibt es kostenlosen EntspannungstechnikenUnterricht am Meer, www. riminibenessere.com. Beim Piadina-Kochkurs am Spiaggia delle Donne in Riccione geht es nicht nur wegen des Gasofens heiß her, www.laspiaggiadelledonne.it